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The Devil Within 2  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 10. April 2011

The Devil Within 2

Autor: Ryo Takagi
Zeichner: Ryo Takagi

Originaltitel: Tenshi no naka ni akuma ari Vol. 2
Übersetzt von: Costa Caspary

2. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: September 2010
ISBN: 978-3-7704-7297-0
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
3.0
Zeichnungen
5.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
4.8

Wertung:
4.8
von 10
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Zum Inhalt:

Der Moment, einen Bräutigam auszuwählen, rückt immer näher und Rion hat keine Ahnung, was sie tun soll! Nicht bloß die drei Kandidaten bringen sie völlig aus dem Konzept, plötzlich taucht auch noch ihre eigentliche Liebe, der zehnjährige Tenshi, als Erwachsener auf! Wird er sich nun endlich über seine Gefühle klar werden? Und was hat es mit dem Teufelsvirus auf sich, mit dem Rion sich angeblich angesteckt hat?

Meinung:

Der zweite und abschließende Band von "The Devil Within" birgt nicht nur die Auflösung von Rions Geschichte, sondern auch eine seltsame und wenig witzige Kurzgeschichte von Ryo Takagi rund um eine Gruppe glatzköpfiger junger Männer, die alles dafür tun, damit die Öffentlichkeit nicht herausfindet, dass sie keine Haare haben. Doch erst einmal geht es mit Rion und ihren drei potenziellen Verlobten weiter.

Inzwischen weiß das Mädchen, dass es bei der Adoption durch ihren Vater einen Pakt geschlossen hat, bei dem es mit einem Dämonenvirus infiziert wurde. Koki, Fuya und Somi hingegen wurden von ihrem Adoptivvater mit einem Engelvirus angesteckt und nur die Vereinigung mit Rion könnte verhindern, dass ihre Engelpersönlichkeit ihre menschliche Seite besiegt, so wie auch Rion nur durch den Sex mit einem der drei verhindern kann, dass sie sich ab ihrem sechzehnten Geburtstag in einen Dämon verwandelt. Für Tenshi ist diese Sache mit den Engeln und Dämonen etwas zu viel und doch bleibt er an Rions Seite, weil er sich sicher ist, dass nur sie ihn von seiner rätselhaften Krankheit heilen kann.

Denn Tenshi hat es satt, dass er seit Jahren im Körper eines kleinen Kindes gefangen ist, und würde alles unternehmen, damit er endlich erwachsen werden kann. Rion hingegen liebt Tenshi und würde alles dafür tun, damit es ihm gut geht, während Koki, Fuya und Somi ihr inzwischen nicht mehr so viel Angst machen, da sie herausgefunden hat, dass die drei ebenso wie sie nur Opfer in einem Spiel zwischen Dämon und Engel (also ihren Adoptivvätern) sind. So sucht Rion eine Lösung, um Tenshi zu retten und gleichzeitig zu verhindern, dass ihr Dämon Oberhand über sie gewinnt - auch wenn das bedeuteten sollte, dass sie sich mit einem der drei potenziellen Verlobten einlassen muss.

Aus dieser Engel-und-Dämonen-Grundidee hätte Ryo Takagi eine wundervolle Geschichte rund um Liebe und Verzweiflung machen können. Denn sowohl Rion als auch die vier Männer um sie herum hätten zu Charakteren ausgebaut werden können, die dem Leser ans Herz wachsen. Doch Ryo Takagis vergeblicher Versuch, die Geschichte von der komischen Seite her aufzuziehen, sorgt dafür, dass einen die Handlung einfach nicht berührt. Die "amüsanten" Szenen sind einfach viel zu gewollt, als dass sie beim Leser ein Schmunzeln hervorrufen würden, während die bewegenderen Momente, die einen hätten fesseln können, nicht überzeugend ausgearbeitet wurden.

Obwohl es durchaus verständlich ist, dass Rion nicht zum Dämon und die drei Männer nicht zu Engeln werden wollen, ist es dem Leser letztendlich egal, ob sie einen Weg aus ihrem Problem finden. Und der Grund für Tenshis Krankheit ist ebenso vorhersehbar wie die Lösung für sein Dilemma, sodass auch an dieser Stelle kaum Emotionen beim Leser hervorgerufen werden. So verschenkt Ryo Takagi jegliches Potenzial, das ihre Geschichte gehabt hätte, zugunsten des Humors, der aber so flach ausfällt, dass er die Handlung nicht tragen kann.

Fazit:

Trotz einer Grundidee, aus der man durchaus einen lustigen und bewegenden Manga hätte machen können, gelingt es Ryo Takagi nicht, mit ihrer Reihe "The Devil Within" zu überzeugen. Auch im zweiten und abschließenden Band versucht die Mangaka sich eher an lustigen Szenen, die den Leser aber leider nicht amüsieren, statt das Potenzial ihrer Geschichte rund um Engel und Dämonen auszuschöpfen und eine bewegende Handlung daraus zu machen. So lassen die Charaktere den Leser ebenso kalt wie die amüsant gemeinten Momente.
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