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Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 6. Februar 2011

Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse

1. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Ravensburger
Erschienen: Juli 2009
ISBN: 978-3-473-52402-0
Preis: 6,95 EUR

266 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Kai Flammersfeld wird im Wald von der Dunkelheit überrascht. Er beschließt die Abkürzung zu nehmen. Aber das hätte er besser nicht getan, denn als er wieder zu sich kommt, hat er seltsame Wunden am Hals. Was ist nur geschehen? Dank Oma Flammersfeld und ihrer Transsylvanischen Schicksalskekse klärt sich der geheimnisvolle Vorfall. Doch damit fängt der Spuk erst richtig an ...

Meinung:

Mit "Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse" veröffentlicht der Ravensburger Verlag die Taschenbuchausgabe des gleichnamigen Titels, mit dem der Staudt-Verlag im Jahr 2006 die (bislang dreiteilige) Reihe um Kai Flammersfeld startete. In diesem Band erzählt der Autor Hagen Röhrig von einem wirklich einschneidenden Ereignis im Leben von Kai Flammersfeld. Der Junge hat zusammen mit seinen Freunden Verstecken gespielt und da er sich so gut verborgen hat, dass er bis zur Dämmerung nicht gefunden worden ist, beschließt Kai, den kürzesten Weg zu den anderen zurück zu nehmen. Dabei führt diese Strecke über den Friedhof, was dem Jungen schon recht unheimlich ist, hat er doch gerade erst im Nachtprogramm heimlich einen Horrorfilm gesehen.

Auf dem Friedhof kommt es zu einem folgenschweren Zusammentreffen mit drei Vampiren, welches dazu führt, dass Kais Leben sich gravierend verändert. Dank der Transsylvanischen Schicksalskekse seiner Oma, die Vampirologie studiert hat und deshalb etwas weniger konventionell ist als die Großmütter seiner Freunde, findet Kai heraus, dass er sich allmählich verwandelt. Nur seine Oma und seine beste Freundin Sandra, die alles tun, um Kai die Gewöhnung an sein neues Dasein zu erleichtern, sorgen dafür, dass der Junge nicht vollständig in Panik verfällt, als es zum Beispiel darum geht, einen Sarg zu besorgen. Auch die drei Vampire, die für Kais Veränderungen verantwortlich sind, versuchen dem Jungen zu helfen. Dabei findet der Schüler heraus, dass die drei lichtscheuen Wesen gar nicht so grauenerregend sind, wie er bei ihrer ersten Begegnung gedacht hatte.

Mit "Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse" hat Hagen Röhrig einen netten Vampirroman für Kinder geschaffen, der an "Der kleine Vampir" oder ähnliche Kinderbücher erinnert. Mit einem Augenzwinkern erzählt der Autor eine Geschichte, die von Toleranz, Freundschaft und Mitgefühl handelt. Denn obwohl Kai anfangs große Angst davor hat, sich in einen Vampir zu verwandeln, helfen ihm seine Freundin Sandra und seine Oma nach besten Kräften. So folgt auf die (eher amüsante) Friedhofsszene eine zwar befremdliche, aber auch aufregende Zeit für Kai, in der er entdeckt, welche Möglichkeiten sein neues Leben bietet. Dabei muss der Junge feststellen, dass nicht alle Vorurteile über Vampire wahr sind und dass es in ihrer Familie gar nicht so viel anders zugeht als bei ihm.

Wie es sich für ein Kinderbuch (ab neun Jahren) gehört, setzt Hagen Röhrig nicht auf einen Gruselfaktor, sondern auf gut geschriebene und amüsante Unterhaltung. So wird der Leser in das Geheimnis der Transsylvanischen Schicksalskekse eingeweiht, lernt die Ängste und Haustiere der Vampirkinder kennen und sogar die - für Kai und die Vampire gefährlichen - Ereignisse am Ende der Geschichte regen mehr zum Schmunzeln als zum Fürchten an. Dadurch hält sich der aufregende Teil für die jungen Leser in Grenzen, was allerdings auch dazu führt, dass die Geschichte nicht wirklich mitreißend ist.

Fazit:

Mit "Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse" ist Hagen Röhrig eine unterhaltsame und nur leicht gruselige Geschichte für Kinder gelungen. Nach einer einschneidenden Begegnung auf dem Friedhof verändert sich Kais ganzes Leben. Doch was anfangs wie eine Katastrophe wirkt, wird dank seiner guten Freundin Sandra und seiner Oma, die Vampirologie studiert hat, zu einer abenteuerlichen Entdeckungsreise. Diese Geschichte rund um Freundschaft und Toleranz wird den Leser amüsieren, ohne das junge Zielpublikum zu sehr in Ängste zu versetzen. Und all die in diesem Band angedeuteten, aber noch nicht weiter ausgeführten Ideen des Autors machen neugierig auf weitere Teile der Reihe.
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