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Lovey Dovey 5  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. August 2010

Lovey Dovey 5

Autor: Aya Oda
Zeichner: Aya Oda

Originaltitel: Lovey Dovey Vol. 5
Übersetzt von: Costa Caspary

Reihe: Lovey Dovey
5. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: August 2010
ISBN: 978-3-7704-7192-8
Preis: 6,50 EUR

190 Seiten
Inhalt
4.0
Zeichnungen
6.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
5.5

Wertung:
5.5
von 10
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Zum Inhalt:

Im letzten Band von Lovey Dovey geht alles drunter und drüber! Saika versucht, ihren aufgebrachten Vater zu beruhigen, dem Shin ein besonders schmerzhafter Dorn im Auge ist. Und wird Shin tatsächlich von seinem besten Freund verraten, während ein Happy End eigentlich schon in Sicht ist?

Meinung:

Nachdem Kirako Todoroki, Schülerin des angegliederten Teils und Sprecherin der Kirisaki-Schule, am Ende des vierten "Lovey Dovey"-Bandes alles dafür getan hat, um Shin und Saika auseinanderzubringen, gab sie ihnen zuletzt einen entscheidenden Tipp: Wenn Shin und Saika offiziell miteinander verlobt wären, müsste die Leitung der Schule ihre Beziehung akzeptieren. Doch bevor es so weit ist, muss das Paar zwei Schwierigkeiten überwinden. Auf der einen Seite ist da Saikas Vater, der in seine Tochter vernarrt ist und sie für sich alleine haben will, auf der anderen Seite ist der Direktor der Schule Shins Vormund. Und Kyoichi Kirisaki ist nicht nur gegen diese Beziehung, sondern hasst Shin auch noch von ganzem Herzen.

So verwundert es auch nicht, dass Kyoichi für Shin eine Verlobung mit der Tochter einer einflussreichen Geschäftsfamilie arrangiert, um die Beziehung zu Saika zu torpedieren. Doch nicht nur der Schuldirektor versucht alles, um Shin und Saika auseinanderzubringen. Auch Jun zeigt endlich sein wahres Gesicht. So muss das Liebespaar herausfinden, dass sein bester Freund es schon seit Längerem verrät und alle Geheimnisse der beiden für den Direktor ausspioniert hat. Wie schon bei den anderen Teilen dieser Serie konzentriert sich Aya Oda im Abschlussband eher auf ganz nette und unterhaltsame Szenen als darauf, die Probleme der beiden Liebenden gründlicher auszuarbeiten.

So entpuppt sich Jun zwar als Verräter und auch Saikas Vater ist nur schwer davon zu überzeugen, dass er Shin eine Chance geben soll, doch richtige Konflikte ergeben sich daraus nicht. Auch Kyoichis Abneigung gegen Shin - und die Begründung, warum dieser den Jungen so wenig leiden kann - ist wenig überzeugend dargestellt. So muss sich der Leser vor allem mit den Szenen zufriedengeben, in denen sich Saika und Shin ihre Liebe gestehen oder in denen der Zusammenhalt ihrer Klassengemeinschaft gezeigt wird.

Ergänzt wird der fünfte Band von "Lovey Dovey" noch mit einer Kurzgeschichte von Aya Oda. In "Befehligt die Königin!" geht es um Kaname und Kazuha, die sich beide schon seit ihrer Kindheit kennen. Als sie klein waren, haben Kaname und Kazuha immer ein Spiel gespielt, bei dem es um zwei Ringe ging. Während Kaname in jeder Hand einen Ring versteckte, musste Kazuha die Wahl treffen. Erwischte sie dabei den blauen Ring, musste sie Kaname (der durch den roten Ring zur "Königin" wurde) dienen. Doch dann zogen Kanames Eltern weg und dem Mädchen blieb nur der blaue "Diener"-Ring als Erinnerung an den Freund, bis sich die beiden in der weiterführenden Schule wiedersahen.

Während sich Kazuha nicht sicher ist, ob sich Kaname überhaupt noch an dieses Spiel erinnert, bewahrt sie immer noch liebevoll den blauen Ring auf. Und auch an ihrer Rolle als Dienerin des arroganten Jungen hat sich in all den Jahren nichts geändert. Dabei gelingt es Aya Oda weder, dem Leser begreiflich zu machen, warum Kazuha überhaupt an Kaname hängt, noch kann sie nachvollziehbar darstellen, was dieser wirklich für das Mädchen fühlt. Vielleicht wäre die Geschichte reizvoller geworden, wenn die Mangaka ein paar zusätzliche Seiten dafür zur Verfügung gehabt hätte, aber das ist bei der wenig ansprechenden Grundidee eher zweifelhaft.

Alles in allem ist es ein wenig bedauerlich, dass Aya Oda weder aus der Grundidee von "Lovey Dovey" noch aus der Kurzgeschichte mehr gemacht hat. Von der anfänglichen Dreiecksgeschichte ist bei "Lovey Dovey" nichts übrig geblieben und jegliche Entwicklung, die dem Ganzen mehr Tiefe hätte verleihen können, verlief innerhalb kürzester Zeit im Sand. So ist gibt es in der ganzen Reihe zwar immer wieder recht hübsche Liebesszenen und den einen oder anderen Moment zum Schmunzeln, aber nichts, was einen anhaltenden Eindruck beim Leser hinterlassen würde.

Fazit:

Aya Odas "Lovey Dovey" endet genauso belanglos, wie die ganze Serie verlief. Obwohl es genügend Konfliktmaterial gäbe, um aus der Liebesbeziehung zwischen Saika und Shin eine abwechslungsreiche Geschichte zu machen, nutzt die Mangaka diese Möglichkeiten nicht aus. Stattdessen konzentriert sie sich auf nebensächliche - und sich immer wieder wiederholende - Szenen, in denen sich das Paar gegenseitig seine Liebe gesteht. Auch die dem Abschlussband angefügte Kurzgeschichte "Befehligt die Königin!" kann nicht überzeugen, da weder die Grundidee noch die Charaktere so weit ausgearbeitet wurden, dass sie Interesse beim Leser wecken.
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